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Grundlagen der Naturheilkunde

Natürlich Heilen mit der Kraft der Natur

Naturheilkunde bildet einen Bereich der ganzheitlichen oder auch alternativen Medizin ab, in dem Wert darauf gelegt wird, dass der Heilungsprozess des Menschen mit möglichst natürlichen Mitteln unterstützt wird. Besonders die Heilpflanzenkunde ist hier einzuordnen. Die Liste der Behandlungsformen ist jedoch lang und reicht von der Wassertherapie, Autogenes Trainig, Bachblüten-Therapie bis hin zur Musiktherapie und Akupunktur. Über die einzelnen Verfahren können Sie sich im Praxisteil detailiert informieren. Naturheilkunde steht aber auch dafür, das der Mensch auf eine möglichst natürliche Weise leben sollte.

Naturheilkunde in der Praxis

Natürlich heilen hat viele Vorteile

Der große Vorteil der Naturheilkunde ist, dass natürliche Produkte verwendet werden. Chemische Substanzen wie Tabletten können Symptome ganz wunderbar lindern, aber auch wieder andere hervorrufen und die Leber schaden. Die guten alten Nebenwirkungen. Fragen Sie Ihren Arzt daher immer, ob die Einnahme von Medikamenten bei leichten Erkrankungen wirklich notwendig ist. Naturheilkundeverfahren arbeiten mit natürlichen Formen, die den Heilungsprozess unterstützen und Krankheiten vorbeugen. Wasser, Temperatur, Licht, Düfte, Pflanzen, Energie und Berührung sind meist zentrale Bestandteile.

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Das intelligente Immunsystem

Auf natürlichem Wege gesund werden

Das Immunsystem eines Menschen ist ein hochkomplexes Meisterwerk, dass ganz herausragende Arbeit leisten kann. Was viele nicht bedenken, es merkt sich seine Erfolge auch. Bei einer Erkrankung werden nach und nach verschiedene Vorgänge zur Abwehr und Beseitigung aktiviert. Das kann natürlich manchmal etwas länger dauern. Aber wer gleich mit der Chemie-Keule kommt, kann irgendwann Probleme mit seinem Immunsystem bekommen. Kleine Babys neigen dazu, sich alles mögliche in den Mund zu stecken. Das ist für das Immunsystem ganz wunderbar, denn so kann es lernen, alle möglichen Abwehrmechanismen zu entwickeln. Kinder, die steril aufwachsen, haben im Erwachsenenalter oftmals Probleme mit dem Immunsystem. Man muss nun natürlich nicht jede Erkältungswelle mitnehmen, damit das Immunsystem im Training bleibt.

Aber ab und an mal eine Erkältung schadet nicht. Wichtig ist nur, nehmen Sie sich Zeit für Ihre Erkältung und lassen Sie Ihr Immunsystem in Ruhe arbeiten. Unterstützen Sie es mit viel Schlaf, Ruhe, frischer Luft und gerne mit Heilpflanzen aus der Natur. Ist die Erkältung geheilt, wird Ihr Immunsystem glücklich und stolz auf den Erfolg sein und für die nächste Erkältungswelle noch besser gerüstet sein.

Ernste Erkrankungen ausschließen

Konsultieren Sie immer auch Ihren Hausarzt

Den Körper auf natürliche Weise heilen lassen, ist immer der bessere Weg. Aber da Sie (davon gehen wir jetzt mal aus), über keine medizinische Ausbildung verfügen, sollten Sie immer vorerst abklären lassen, dass keine ernste Erkrankung vorliegt. Nicht jede Krankheit kann der Körper eigenständig heilen und bei einer nicht rechtzeitigen Behandlung besteht immer die Gefahr, dass weitere Schädigungen eintreten. Setzten Sie sich und Ihre Mitmenschen keinem unnötigen Risiko aus. Also Arzt fragen, klären ob Medikamente notwendig sind und dann sich Zeit für einen natürlichen Heilungsprozess nehmen.

Naturheilkunde als Präventivmedizin

Die Natur hilft dabei gesund zu bleiben

Die Naturheilkunde ist eine ganz wundervolle Form der Präventivmedizin. Einfach, unkompliziert und relative gefahrlos können Sie die Mittel der Natur nutzen, um die eigene Gesundheit zu erhalten. Viel Bewegung an der frischen Luft ist das beste Hausmittel und sollte im Rahmen der Präventivmedizin immer an erster Stelle stehen. Frische Luft in Kombination mit Bewegung ist nicht nur unheimlich gut für den Körper, sondern baut Stress ab, reinigt den Geist von unnötigem Ballast und ist dann auch noch einfach schön. Gehen Sie jeden Tag mindestens eine halbe Stunde spazieren. Ohne Handy natürlich! Schauen Sie sich die Natur an, in der Sie leben. Nehmen sie das Wetter wahr, dass sich ständig verändert, wie auch Sie selbst. Hören Sie die Geräusche der Natur, das Rascheln der Baumwipfel, das Knacken im Unterholz, den Matsch unter ihren Füßen ... Natur zu erfahren ist immer gut für Sie und Sie werden sich nach jedem Spaziergang besser fühlen als vorher.

Die Heilpfanzenkunde

Spitzenreiter in der Alternativmedizin

Die Heilpflanzenkunde nimmt in der Alternativmedizin den größten und bei den Menschen auch den beliebtesten Platz ein. Ich bin mir sicher, dass in jedem Haushalt mindestens ein Kräutertee zu finden ist. Und das ist auch gut, denn die Natur bietet uns mit ihrer Pflanzenvielfalt ein unermessliches Repertoir an Heilsubstanzen. Während die moderne Forschung nach wie vor die einzelnen Bestandteile wie Alkaloide, Gerb- und Bitterstoffe, Saponine, Vitamine, ätherische Öle etc. unter die Lupe nimmt, ist es doch meist die genaue Kombination, die den Erfolg letztendlich ausmacht.

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Woher kommt das Wissen

Wie entdeckt man eigentlich Heilpflanzen

Es gibt weltweit schätzungsweise 1 Million Pflanzen, wobei auch hier die Zahl rapide abnimmt. Dennoch ist das eine ganze Menge. Wie aber entdeckt man, wofür eine Pflanze nun gut ist? Die alten Schamanen ließen sich das Wissen unter Trance von Göttern und Naturgeistern überliefern. Das ist heutzutage ein recht umständlicher Weg. Das meiste Wissen, und so wird es auch bei den klugen Schamanen gewesen sein, finden wir nach wie vor durch Beobachtung. Die Tiere haben uns auf dem Fachgebiet der Pflanzenheilkunde einiges voraus, deswegen beobachten Forscher, welche Pflanzen von den Tieren genutzt werden.

Sind Schafe verletzt, futtern sie vermehrt Schafgarbe und wälzen sich in ihr. Schafgarbe wirkt unterstützend bei der Wundheilung und aktiviert den Verdauungstrakt. Katzen kauen genüßlich Gras. Gras hilft nicht nur dabei Fellknäul hervorzuwürgen, sondern liefert auch lebensnotwendige Folsäure. Stare bauen sogar ganze Nester aus Heilpflanzen um ihren Nachwuchs vor Parasiten zu schützen. Jane Goodall beobachtete bei Schimpansen, dass diese ganz gezielt Heilpflanzen sammeln gehen und über ein umfassendes Wissen in der Anwendung dieser verfügen.

Anwendungformen und Gebiete

Praktische Anwendung

Die Anwendungsgebiete sind ebenso vielfältig, wie die Pflanzen selbst. In der Regel nutzen wir sie als Tee, Salben, Badezusatz, in Ölen oder auch gepresst in Tablettenform. Hier sollten wir immer auf die Qualität achten. Kontrollierte Arzneitees, oder pflanzliche Arznein unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Schöner ist es natürlich, Heilpflanzen selbst zu sammeln und zu verarbeiten. Allerdings sollten hier solide Kenntnisse vorliegen. Den viele Pflanzen habe gifte Fast-Doppelgänger und durch unterschiedliche Standort- und Wachstumsbedingungen auch unterschiedliche Konzentrationen an Wirkstoffen.

Generell sollten Sie bei der Verwendung von Heilpflanzen auch stets vorsichtig sein. Die Dosis macht das Gift. Ein zu viel kann auch schädlich sein. Pflanzenwirkstoffe können immer auch Nebenwirkungen aufzeigen und was bei einem besonders gut wirkt, wird von einem anderen überhaupt nicht vertragen. Gehen Sie mit Heilpflanzen wie mit Medikamenten um, dann haben sie das rechte Maß.