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Lebensweisheiten

Lebensweisheiten für den Alltag

Kleine universelle, zeitlose Geschichten

Nicht nur im Buddhismus und im fernen Osten finden sich tiefe Weisheiten als Geschichten geschmückt, sondern auch unser Kulturkreis kennt viel besondere Fabeln und Geschichten. In diesem Bereich möchten wir Ihnen eine feine Auswahl dieser vorstellen.

konfuzius

” Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen. „ Buddha

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Lebensweisheiten - Nr. 1 bis Nr. 5

Lebensweisheiten als Kurzgeschichten zum Nachdenken

Man muss alles glauben, was man hört

Eines Tages entschieden die Frösche, einen Wettlauf zu veranstalten. Um es besonders schwierig zu machen, legten sie als Ziel fest, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu gelangen. Am Tag des Wettlaufs versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen. Dann endlich – der Wettlauf begann. Nun war es so, dass keiner der zuschauenden Frösche wirklich glaubte, dass auch nur ein einziger der teilnehmenden Frösche tatsächlich das Ziel erreichen könne. Anstatt die Läufer anzufeuern, riefen sie also „Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!“ oder „Das ist einfach unmöglich!“ oder „Das schafft Ihr nie!“ Und wirklich schien es, als sollte das Publikum Recht behalten, denn nach und nach gaben immer mehr Frösche auf. Das Publikum schrie weiter: „Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!“ Und wirklich gaben bald alle Frösche auf – alle, bis auf einen einzigen, der unverdrossen an dem steilen Turm hinaufkletterte – und als einziger das Ziel erreichte. Die Zuschauerfrösche waren vollkommen verdattert und alle wollten von ihm wissen, wie das möglich war. Einer der anderen Teilnehmerfrösche näherte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hatte, den Wettlauf zu gewinnen. Und da merkten sie erst, dass dieser Frosch taub war!

Quelle: Unbekannter Verfasser

Die wichtigen Dinge - modern interpretiert

Eines Tages hielt ein Zeitmanagementexperte einen Vortrag vor einer Gruppe Studenten, die Wirtschaft studieren. Er möchte ihnen einen wichtigen Punkt vermitteln mit Hilfe einer Vorstellung, die sie nicht vergessen sollen. Als er vor der Gruppe dieser qualifizierten angehenden Wirtschaftsbosse steht, sagt er: „Okay, Zeit für ein Rätsel“. Er nimmt ein großes Glas mit einer sehr großen Öffnung und stellt es auf den Tisch vor sich. Dann legt er ca. zwölf faustgroße Steine vorsichtig einzeln in das Glas. Als er den Glas mit den Steinen bis oben gefüllt hat und kein Platz mehr für einen weiteren Stein ist, fragt er, ob das Glas jetzt voll ist. Alle sagen: „Ja“. Er fragt: „Wirklich?“ Er greift unter den Tisch und holt einen Eimer mit Kieselsteinen hervor. Einige hiervon kippt er in das Glas und schüttelt dieses, so dass sich die Kieselsteine in die Lücken zwischen den großen Steinen setzen. Er fragt die Gruppe erneut: „Ist das Glas nun voll?“ Jetzt haben die Studenten ihn verstanden und einer antwortet: „Wahrscheinlich nicht!“ „Gut!“ antwortet er. Er greift wieder unter den Tisch und bringt einen Eimer voller Sand hervor. Er schüttet den Sand in das Glas und wiederum sucht sich der Sand den Weg in die Lücken zwischen den großen Steinen und den Kieselsteinen. Anschließend fragt er: „Ist das Glas jetzt voll?“ „Nein!“ ruft die Klasse. Nochmals sagt er: „Gut!“ Dann nimmt er einen mit Wasser gefüllten Krug und gießt das Wasser in das Glas bis zum Rand. Nun schaut er die Studenten an und fragt sie: „Was ist der Sinn meiner Vorstellung?“ Ein Primus hebt seine Hand und sagt: „Es bedeutet, dass man - egal wie voll auch dein Terminkalender ist - wenn man es wirklich versucht, immer noch einen Termin dazwischen schieben kann“. „Nein“, antwortet der Dozent, „das ist nicht der Punkt.

Die Moral dieser Vorstellung ist: Wenn du dein Glas nicht zuerst mit den großen Steinen füllst, kannst du sie später nicht mehr hineinsetzen. Was sind die großen Steine in Ihrem Leben? Ihre Kinder, Personen, die Sie lieben, Ihre Ausbildung, Ihre Träume, Lehren anzunehmen, Dinge zu tun, die Sie lieben, Zeit für sich selbst, Ihre Gesundheit, Ihre Lebenspartner… Denken Sie immer daran, die großen Steine zuerst in Ihr Leben zu bringen, sonst bekommt Sie nicht alle unter. Wenn Sie zuerst mit den unwichtigen Dingen beginnt, dann füllen Sie Ihr Leben mit kleinen Dingen und beschäftigen sich mit Sachen, die keinen Wert haben. So werden Sie nie Zeit für große, wichtige und wertvolle Dinge haben.“

Quelle: Unbekannter Verfasser

Ein Stück vom Himmel

Eines Tages gingen drei Jäger durch einen dunklen Wald. Unterwegs entdeckten sie eine Höhle. Im Halbdunkel kniete ein Einsiedler auf dem Boden. Sein Gesicht strahlte vor Glückseligkeit. Die Jäger begrüßten ihn: „Guten Abend, Bruder. Wir wünschten, es ginge uns so gut wie dir. Du siehst so glücklich aus.“ „Ich bin immer glücklich!“ „In dieser dunklen einsamen Hütte tust du Buße und bist auch noch glücklich? Uns fehlt es an nichts, aber wir sind nicht glücklich. Was ist dein Geheimnis?“ „Das Geheimnis meines Glücks ist hier“, antwortete der Einsiedler und winkte die Jäger zu einem kleinen Loch in der Höhlenwand. „Schaut es euch an!“ Die Jäger schauten durch das Loch. „Du willst uns wohl zum Narren halten?“, riefen sie. „Da sind doch nur ein paar Zweige.“ „Schaut noch einmal genau hin!“ „Weiter nichts als Zweige und ein kleines Stück Himmel!“ „Das ist das Geheimnis meines Glücks“, sagte der Einsiedler. „Ein kleines Stück Himmel!“

Quelle: Unbekannter Verfasser

Liebende Güte

Eine junge Schülerin machte sich daran die Meditation der liebenden Güte zu entwickeln. Wenn sie in ihrem Raum saß, füllte sie ihr Herz mit liebender Güte für alle Wesen. Aber jeden Tag, wenn sie zum Bazar ging, um Essen zu holen, wurde ihre liebende Güte durch einen Ladenbesitzer, der sie täglich mit unwillkommenen Zärtlichkeiten bedachte, hart auf die Probe gestellt. Eines Tages konnte sie es nicht mehr aushalten und begann damit, den Ladenbesitzer mit hoch erhobenen Regenschirm die Straße hinunter zu jagen. Wie um sie zu demütigen kam sie an ihrem Meditationsmeister vorbei, der am Straßenrand stand und das Schauspiel beobachtete. Mit schamerfülltem Gesicht ging sie zu ihm und erwartete, für ihre Wut zurechtgewiesen zu werden. Was Du tun solltest, riet ihr Meister ihr freundlich, ist Dein Herz mit liebender Güte zu füllen, und dann mit soviel Nachsicht wie Du aufbringen kannst, diesem ungehobelten Kerl Deinen Regenschirm über den Kopf ziehen.

Quelle: Unbekannter Verfasser

Die Weisheit der drei Raben

Im Leben eines jeden Wesens kommt der Tag, an dem es herangewachsen ist und ein Mitglied der Erwachsenengemeinschaft wird. So ist das auch bei den Raben. Eines Tages mussten sich drei junge Raben einer Prüfung unterziehen, die von den älteren Raben abgehalten wurde. Sie hatten die Absicht, herauszufinden, ob die jungen Krähen reif genug waren, mit den erwachsenen Vögeln zu fliegen. Der Anführer des Schwarms fragte den ersten Jungvogel: “Was meinst du, welche Gefahr auf der ganzen Welt sollten Krähen am meisten fürchten?”

Der junge Rabe dachte einen Augenblick über die Frage nach und gab zur Antwort: “Wovor ein Rabe wirklich Angst haben sollte auf dieser Welt, ist ein Pfeil. Damit kann einen Raben auf einen Schlag getötet werden.” Als die alten weisen Raben das hörten, fanden sie die Antwort sehr gelungen.“Du hast recht”, sagte der Schwarmführer. “Wir heißen dich in unserer Mitte willkommen.”

Als nächstes fragte der Leitrabe den zweiten Jungvogel: “Und was sollten wir deiner Meinung nach am meisten fürchten?“ “Ich glaube, dass ein guter Schütze gefährlicher ist als ein Pfeil”, sagte der junge Rabe. “Nur ein Schütze kann einen Pfeil auf ein Ziel richten und ihn abschießen. Denn ohne den Schützen ist der Pfeil nicht mehr als ein Stück Holz – genau wie der Zweig, auf dem ich gerade sitze." Die Raben waren sich einig, dass das die intelligenteste Antwort war, die sie je gehört hatten. “Du sprichst mit großer Intelligenz. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir dich in unserer Gemeinschaft willkommen heißen können.”

Dann wandte sich der Anführer des Schwarms an den dritten kleinen Raben: “Und du? Was meinst du, was wir am meisten fürchten sollten?” “Nichts von alle dem, was bisher gesagt worden ist”, meinte er. “Was wir am meisten fürchten sollten, ist ein wenig geübter Schütze.” Was für eine seltsame Antwort! Die Raben waren verwirrt und schämten sich für den Jungvogel. Die meisten von ihnen dachten, dass dieser Vogel noch nicht verständig genug war, um die Frage zu begreifen. Bis ihn der Anführer abermals fragte: “Was meinst du damit?”
“Der zweite Jungvogel hat Recht: Ohne einen Schützen gibt es keinen Grund, einen Pfeil zu fürchten. Aber der Pfeil eines guten Schützen wird den Bogen Richtung Ziel verlassen. Wenn man daher das schwirrende Geräusch hört, wenn ein Pfeil den Bogen verlässt, dann muss man nur nach rechts oder links fliegen, um dem Pfeil auszuweichen. Man wird jedoch nie genau wissen, wo der Pfeil eines Amateurs hinsteuert. Selbst wenn man wegfliegt, sind die Chancen, dass der Pfeil einen trifft, weiter da. Man weiß einfach nicht, was das Beste ist – sich bewegen oder eher, sich ruhig zu halten.”
Bald schon wurde er der neue Anführer des Schwarms.

Quelle: Unbekannter Verfasser

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Lebensweisheiten - Nr. 6 bis Nr. 10

Lebensweisheiten als Kurzgeschichten zum Nachdenken

Das Geheimnis des Lebens

Es war einmal ein junger Mann, der suchte nach dem Geheimnis des Lebens. Er suchte und suchte, aber er fand es nicht. Was er hingegen fand, war eine Menge von Leuten, die genauso wie er das Geheimnis des Lebens suchten. Da fühlte er sich gleich einmal besser, denn er wußte, daß er nicht alleine war. Dann, eines Tages hörte einer der Suchenden von einem Meister, der das Geheimnis des Lebens besitzen sollte. So pilgerten sie alle hin zu diesem Meister und fragten: "Meister, besitzt Du das Geheimnis des Lebens?" Der Meister nickte. Dann bestürmten sie ihn: "Meister, verrate es uns, bitte" Der Meister schüttelte den Kopf. Die Suchenden fragten: "Aber warum nicht, Meister?" Er antwortete: "Weil es dann kein Geheimnis mehr wäre!" Doch die Suchenden blieben bei ihm und sorgten für ihn, lasen ihm jeden Wunsch von den Augen ab.
Das Gerücht ging um, der Meister hätte das Geheimnis des Lebens aufgeschrieben auf ein Stück Reispapier, das er in seinem Schrein aufbewahrte. Als der Meister eines Tages verstarb, bauten ihm seine Schüler ein großes Mausoleum und sie beschlossen, den Schrein nun zu öffnen, denn sie wollten ja endlich das Geheimnis des Lebens erfahren. Nun, es war wirklich ein Stück Reispapier im Schrein, und darauf stand: "Das Geheimnis des Lebens habe ich zurückgelassen, so wie ein Gast seine Spuren hinterläßt in den Herzen der Menschen, verloren in Zeit und Raum und der Illusion. Wer das Geheimnis preisgibt, hat keinen Grund mehr zu suchen. Werdet zu Suchenden. Wenn Ihr findet, was Ihr sucht, seit Ihr keine Suchenden mehr - und Ihr betrügt Euch selbst um wertvolle Erfahrungen und Begegnungen ..."

Quelle: Unbekannter Verfasser

Als ich mich selbst zu lieben begann

"Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist - von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man "Vertrauen".

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man "authentisch sein".

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man "Reife".

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man "Ehrlichkeit".

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das "Gesunden Egoismus", aber heute weiß ich, das ist "Selbstliebe".

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: das nennt man "Demut".

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es "Bewusstheit".

Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute "Herzensweisheit".

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich: "Das ist das Leben"!

Quelle: Rede von Charlie Chaplin anlässlich seines 70sten Geburtstag am 16. April 1959

Das perfekte Herz

Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter mit seinem schönen Herzen.

Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: “Nun, Dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines.” Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken…..genauer… an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten.

Die Leute starrten ihn an. Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie? Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: “Du musst scherzen”, sagte er, “Dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und Deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen.” “Ja”, sagte der alte Mann, “Deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit Dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige rauhe Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?” Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen weg, Seite an Seite.

Quelle: Unbekannter Verfasser

Spaziergang am Meer

Ein Mann lag schon seit einigen Wochen krank im Bett, und seine Ungeduld zu genesen und wieder ganz gesund zu sein, wuchs von Tag zu Tag. Da hatte er eines Nachts folgenden Traum: Er ging mit Gott an einem Strand spazieren. Am Himmel zogen Szenen aus seinem Leben vorbei, und für jede Szene waren Spuren im Sand zu sehen. Als er nun auf die Fußspuren im Sand zurückblickte, sah er, dass manchmal zwei, manchmal aber nur eine da war. Er bemerkte weiter, dass diese eine Spur zusammenfiel mit den Zeiten größter Not und Traurigkeit in seinem Leben. Deshalb fragte er Gott: „Ich habe bemerkt, dass zu den Krisenzeiten in meinem Leben nur eine Fußspur zu sehen ist. Du hast aber versprochen, stets mit mir zu sein. Ich verstehe nicht, warum du mich da, wo ich dich am nötigsten gebraucht hätte, allein gelassen hast.“ Da antwortete Gott: „Mein lieber Sohn, ich habe dich lieb und würde dich niemals verlassen. An den Tagen, an denen du am meisten gelitten hast und mich am nötigsten brauchtest – da, wo du nur eine einzige Fußspur siehst – das war an den Tagen, an denen ich dich getragen habe.“

Quelle: Unbekannter Verfasser

Unterhaltung

Ein Mann in einem Heißluftballon hat sich verirrt. Er geht tiefer und sichtet eine Frau am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft: „Entschuldigung, können sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und ich weiß nicht wo ich bin.“ Die Frau am Boden antwortet:„Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10 m Höhe über Grund. Sie befinden sich zwischen 40 und 41 Grad nördlicher Breite und zwischen 59 und 60 Grad westlicher Länge. „Sie müssen Ingenieurin sein“, sagt der Ballonfahrer. „Bin ich“, antwortet die Frau, „woher wussten Sie das?“ „Nun“ , sagt der Ballonfahrer, „alles was Sie mir sagten, ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen abfangen soll und Fakt ist, dass ich immer noch nicht weiß, wo ich bin. Offen gesagt waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert.“ Die Frau antwortet: „Sie müssen im Management tätig sein.“ „Ja“, antwortet der Ballonfahrer, „aber woher wussten Sie das?“ „Nun“, sagt die Frau, „Sie wissen weder wo Sie sind, noch wohin Sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heisser Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt bin irgendwie ich schuld!“

Quelle: Unbekannter Verfasser

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Lebensweisheiten - Nr. 11 bis Nr. 15

Lebensweisheiten als Kurzgeschichten zum Nachdenken

Die Hochzeit der Frau Füchsin

Es war einmal ein alter Fuchs mit neun Schwänzen, der glaubte, seine Frau wäre ihm nicht treu, und wollte sie in Versuchung führen. Er streckte sich unter die Bank, regte kein Glied und stellte sich, als wenn er mausetot wäre. Die Frau Füchsin ging auf ihre Kammer, schloss sich ein, und ihre Magd, die Jungfer Katze, saß auf dem Herd und kochte. Als es nun bekannt ward, dass der alte Fuchs gestorben war, so meldeten sich die Freier. Da hörte die Magd, dass jemand vor der Haustüre stand und anklopfte; sie ging und machte auf, und da war es ein junger Fuchs, der sprach: „Was mache sie, Jungfer Katze? schläft se oder wacht se?“ Sie antwortete: „Ich schlafe nicht, ich wache. Will er wissen, was ich mache? Ich koche warm Bier, tue Butter hinein: will der Herr mein Gast sein?“ „Ich bedanke mich, Jungfer“, sagte der Fuchs, „was macht die Frau Füchsin?“ Die Magd antwortete: „Sie sitze auf ihrer Kammer, sie beklagt ihren Jammer, weint ihre Äuglein seidenrot, weil der alte Herr Fuchs ist tot.“ „Sag sie ihr doch, Jungfer, es wäre ein junger Fuchs da, der wollte sie gerne freien.“ – „Schon gut, junger Herr.“ Da ging die Katz die Tripp die Trapp, Da schlug die Tür die Klipp die Klapp. „Frau Füchsin, sind Sie da?“ „Ach ja, mein Kätzchen, ja.“ „Es ist ein Freier draus.“ „Mein Kind, wie siehe er aus? Hat er denn auch neun so schöne Zeiselschwänze wie der selige Herr Fuchs?“ – „Ach nein“, antwortete die Katze, „er hat nur einen.“ – „So will ich ihn nicht haben.“ Die Jungfer Katze ging hinab und schickte den Freier fort. Bald darauf klopfte es wieder an, und da war ein anderer Fuchs vor der Türe, der wollte die Frau Füchsin freien; er hatte zwei Schwänze; aber es ging ihm nicht besser als dem ersten. Danach kamen noch andere, immer mit einem Schwanz mehr, die alle abgewiesen wurden, bis zuletzt einer kam, der neun Schwänze hatte wie der alte Herr Fuchs. Als die Witwe das hörte, sprach sie voll Freude zu der Katze: „Nun macht mir Tor und Türe auf, und kehrt den alten Herrn Fuchs hinaus.“ Als aber eben die Hochzeit sollte gefeiert werden, da regte sich der alte Herr Fuchs unter der Bank, prügelte das ganze Gesindel durch und jagte es mit der Frau Füchsin zum Haus hinaus. ZWEITES MÄRCHEN Als der alte Herr Fuchs gestorben war, kam der Wolf als Freier, klopfte an die Türe, und die Katze, die als Magd bei der Frau Füchsin diente, machte auf. Der Wolf grüßte sie und sprach: „Guten Tag, Frau Katz von Kehrewitz, wie kommt’s, dass sie alleine sitzt? was macht sie Gutes da?“ Die Katze antwortete: „Brock mir Wecke und Milch ein: will der Herr mein Gast sein?“ „Dank schön, Frau Katze“, antwortete der Wolf, „ist die Frau Füchsin nicht zu Haus?“ Die Katze sprach: „Sie sitzt droben in der Kammer, beweint ihren Jammer, beweint ihre große Not, dass der alte Herr Fuchs ist tot.“ Der Wolf antwortete. „Will sie haben einen andern Mann, so soll sie nur herunter gan.“ Die Katz, die lief die Trepp hinan und ließ ihr Zeilchen rummer gan, bis sie kam vor den langen Saal: klopft an mit ihren fünf goldenen Ringen. „Frau Füchsin, ist sie drinnen? Will sie haben einen andern Mann, so soll sie nur herunter gan.“ Die Frau Füchsin fragte: „Hat der Herr rote Höslein an, und hat er ein spitz Mäulchen?“ -„Nein“, antwortete die Katze. „So kann er mir nicht dienen.“ Als der Wolf abgewiesen war, kam ein Hund, ein Hirsch, ein Hase, ein Bär, ein Löwe, und nacheinander alle Waldtiere. Aber es fehlte immer eine von den guten Eigenschaften, die der alte Herr Fuchs gehabt hatte, und die Katze musste den Freier jedes Mal wegschicken. Endlich kam ein junger Fuchs. Da sprach die Frau Füchsin: „Hat der Herr rote Höslein an, und hat er ein spitz Mäulchen?“ – „Ja, sagte die Katze, „das hat er.“ – „So soll er heraufkommen“, sprach die Frau Füchsin und hieß die Magd das Hochzeitsfest bereiten. „Katze, kehr die Stube aus, und schmeiß den alten Fuchs zum Fenster hinaus. Bracht so manche dicke fette Maus, fraß sie immer alleine, gab mir aber keine.“ Da ward die Hochzeit gehalten mit dem jungen Herrn Fuchs, und ward gejubelt und getanzt, und wenn sie nicht aufgehört haben, so tanzen sie noch.

Quelle: Unbekannter Verfasser

Der Hund und der Sperling

Ein Schäferhund hatte keinen guten Herrn, sondern einen, der ihn Hunger leiden ließ. Als er es nicht länger bei ihm aushalten konnte, ging er ganz traurig fort. Auf der Straße begegnete ihm ein Sperling, der sprach: „Bruder Hund, warum bist du so traurig?“ Antwortete der Hund: „Ich bin hungrig und habe nichts zu fressen.“ Da sprach der Sperling: „Lieber Bruder, komm mit in die Stadt, so will ich dich satt machen.“ Also gingen sie zusammen in die Stadt, und als sie vor einen Fleischerladen kamen, sprach der Sperling zum Hunde: „Da bleib stehen, ich will dir ein Stück Fleisch herunterpicken.“ Er setzte sich auf den Laden, schaute sich um, ob ihn auch niemand bemerkte, und pickte, zog und zerrte so lang an einem Stück, das am Rande lag, bis es herunterrutschte. Da packte es der Hund, lief in eine Ecke und fraß es auf. Sprach der Sperling: „Nun komm mit zu einem andern Laden, da will ich dir noch ein Stück herunterholen, damit du satt wirst.“ Als der Hund auch das zweite Stück gefressen hatte, fragte der Sperling: „Bruder Hund, bist du nun satt?“ – „Ja, Fleisch bin ich satt,“ antwortete er, „aber ich habe noch kein Brot gekriegt.“ Sprach der Sperling: „Das sollst du auch haben, komm nur mit.“ Da führte er ihn an einen Bäckerladen und pickte an ein paar Brötchen, bis sie herunterrollten, und als der Hund noch mehr wollte, führte er ihn zu einem anderen und holte ihm noch einmal Brot herab. Als das verzehrt war, sprach der Sperling: „Bruder Hund, bist du nun satt?“ Antwortete er: „Nun wollen wir ein bisschen vor die Stadt gehen.“ Da gingen sie beide hinaus auf die Landstraße. Es war aber warmes Wetter, und als sie ein Eckchen gegangen waren, sprach der Hund: „Ich bin müde und möchte gerne schlafen.“ – „Ja, schlaf nur“, antwortete der Sperling, „ich will mich derweil auf einen Zweig setzen.“ Der Hund legte sich also auf die Straße und schlief fest ein. Während er dalag und schlief, kam ein Fuhrmann herangefahren, der hatte einen Wagen mit drei Pferden und hatte zwei Fässer Wein geladen. Der Sperling aber sah, dass er nicht ausbiegen wollte, sondern in dem Fahrgleise blieb, in welchem der Hund lag. Da rief er: „Fuhrmann, tu’s nicht, oder ich mache dich arm!“ Der Fuhrmann aber brummte vor sich hin: „Du wirst mich nicht arm machen,” knallte mit der Peitsche und trieb den Wagen über den Hund, dass ihn die Räder totfuhren. Da rief der Sperling: „Du hast mir meinen Bruder Hund totgefahren, das soll dich Karre und Gaul kosten.“ – „Ja, Karre und Gaul“, sagte der Fuhrmann, „was könntest du mir schaden!“ und fuhr weiter. Da kroch der Sperling unter das Wagentuch und pickte an dem einen Spundloch so lange, bis er den Spund los bekam: Da lief der ganze Wein heraus, ohne dass es der Fuhrmann merkte. Und als er einmal hinter sich blickte, sah er, dass der Wagen tröpfelte, untersuchte die Fässer und fand, dass eins leer war. „Ach, ich armer Mann!“ rief er. „Noch nicht arm genug“, sprach der Sperling und flog dem einen Pferd auf den Kopf und pickte ihm die Augen aus. Als der Fuhrmann das sah, zog er seine Hacke heraus und wollte den Sperling treffen, aber der Sperling flog in die Höhe, und der Fuhrmann traf seinen Gaul am Kopf, dass er tot hinfiel. „Ach, ich armer Mann!“ rief er. „Noch nicht arm genug“, sprach der Sperling. Und als der Fuhrmann mit den zwei Pferden weiterfuhr, kroch der Sperling wieder unter das Tuch und pickte den Spund auch am zweiten Fass los, dass aller Wein heraus lief. Als es der Fuhrmann gewahr wurde, rief er wieder: „Ach, ich armer Mann!“ Aber der Sperling antwortete: „Noch nicht arm genug“, setzte sich dem zweiten Pferd auf den Kopf und pickte ihm die Augen aus. Der Fuhrmann lief herbei und holte mit seiner Hacke aus, aber der Sperling flog in die Höhe, da traf der Schlag das Pferd, dass es hinfiel. „Ach, ich armer Mann!“ – „Noch nicht arm genug“, sprach der Sperling, setzte sich auch dem dritten Pferd auf den Kopf und pickte auch ihm in die Augen. Der Fuhrmann schlug in seinem Zorn, ohne umzusehen, auf den Sperling los, traf ihn aber nicht, sondern schlug auch sein drittes Pferd tot. „Ach, ich armer Mann!“ rief er. „Noch nicht arm genug“, antwortete der Sperling, „jetzt will ich dich daheim arm machen” und flog fort. Der Fuhrmann musste den Wagen stehen lassen und ging voll Zorn und Ärger heim. „Ach!“ sprach er zu seiner Frau, „was hab ich Unglück gehabt! Der Wein ist ausgelaufen, und die Pferde sind alle drei tot.“ – „Ach, Mann“, antwortete sie, „was für ein böser Vogel ist ins Haus gekommen! Er hat alle Vögel auf der Welt zusammengebracht, und die sind droben über unseren Weizen hergefallen und fressen ihn auf.“ Da stieg er hinauf, und tausend und tausend Vögel saßen auf dem Boden und hatten den Weizen aufgefressen, und der Sperling saß mitten darunter. Da rief der Fuhrmann: „Ach, ich armer Mann!“ – „Noch nicht arm genug“, antwortete der Sperling, „Fuhrmann, es kostet dich noch dein Leben” und flog hinaus. Da hatte der Fuhrmann all sein Gut verloren, ging hinab in die Stube, setzte sich hinter den Ofen, ganz bös und giftig. Der Sperling aber saß draußen vor dem Fenster und rief: „Fuhrmann, es kostet dich dein Leben!“ Da griff der Fuhrmann die Hacke und warf sie nach dem Sperling, aber er schlug nur die Fensterscheiben entzwei und traf den Vogel nicht. Der Sperling hüpfte nun herein, setzte sich auf den Ofen und rief: „Fuhrmann, es kostet dich dein Leben!“ Dieser, ganz toll und blind vor Wut, schlug den Ofen entzwei und, als der Sperling von einem Ort zum andern flog, sein ganzes Hausgerät: Spieglein, Bänke, Tisch und zuletzt die Wände seines Hauses – und konnte ihn nicht treffen. Endlich aber erwischte er ihn doch mit der Hand. Da sprach seine Frau: „Soll ich ihn totschlagen?“ – „Nein“, rief er, „das wäre zu gelinde, der soll viel mörderischer sterben, ich will ihn verschlingen“ und nahm ihn und verschlang ihn auf einmal. Der Sperling aber fing an, in seinem Leibe zu flattern, flatterte wieder hinauf in den Mund des Mannes. Da steckte er den Kopf heraus und rief: „Fuhrmann, es kostet dich doch dein Leben!“ Der Fuhrmann reicht seiner Frau die Hacke und spricht: „Frau, schlag mir den Vogel im Munde tot!“ Die Frau schlug zu, schlug aber fehl und schlug dem Fuhrmann gerade auf den Kopf, so dass er tot hinfiel. Der Sperling aber flog auf und davon.

Quelle: Unbekannter Verfasser

Stadtmaus und Feldmaus

Eine Stadtmaus traf sich mit einer Feldmaus, die gerade dabei war, Eicheln und Bucheckern zu fressen. Sie lud die Feldmaus ein, sie in die Stadt zu begleiten. „Komm mit in das Haus, in dem ich lebe", sagte sie zu ihr. „dort findest Du Wurst, Schinken, Käse und viele andere leckere Speisen im Überfluss." Die Feldmaus wurde neugierig und folgte der Stadtmaus in den Vorratskeller ihres stattlichen Hauses. „Nimm Dir von allem, so viel Du willst", sagte die Stadtmaus und beide begannen, sich die guten Sachen, die in den Regalen und Wandschränken lagen, schmecken zu lassen. Doch plötzlich hörten sie, wie ein Hausdiener seinen Schlüssel in das Schloss der Tür zur Kammer steckte. Beide Mäuse erschraken. Die Stadtmaus stahl sich sofort durch ein Loch in der Wand davon. Die Feldmaus aber kannte dieses Loch nicht und eilte in panischer Angst an den Wänden der Vorratskammer hin und her. Zu ihrem Glück bemerkte der Hausdiener sie nicht und verließ die Kammer bald wieder. Da kam die Stadtmaus wieder aus ihrem Loch gekrochen und sagte: „Jetzt kann es weiter gehen. Lass Dir die vielen Vorräte wohl bekommen." Die Feldmaus aber antwortete: „Ich will zurück aufs Land, wo ich meine Körner, Nüsse und Eicheln fressen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass ein Mensch kommt und mich erschlägt, oder Fallen aufstellt, die über mir zuschnappen. So gut es Dir auch gerade geht, finde ich Dein Leben nicht beneidenswert.

Quelle: Martin Luther - nacherzählt

Vom Hunde

Ein Hund hatte sich ein Stück Fleisch geschnappt und lief damit zum nahen Strom, um es in Sicherheit zu bringen. Als er durch das Wasser schwamm, sah er wie sich das Fleisch im Wasser spiegelte und er meinte, dass es sich um ein weiteres Stück Fleisch handeln würde. Gierig schnappte er danach und verlor dabei die Beute, die er in seinem Maul gehalten hatte. Sie versank sofort in dem Strom und der Hund musste feststellen, dass er nun auch das mitgebrachte Fleisch verloren hatte.

Quelle: Martin Luther; nacherzählt von Florian Russi

Der Geizige

„Ich Unglücklicher!", klagte ein Geizhals seinem Nachbar. „Man hat mir den Schatz, den ich in meinem Garten vergraben hatte, diese Nacht entwendet und einen verdammten Stein an dessen Stelle gelegt." „Du würdest", antwortete ihm der Nachbar, „deinen Schatz doch nicht genutzt haben. Bilde dir also ein, der Stein sei dein Schatz; und du bist nichts ärmer." „Wäre ich schon nichts ärmer", erwiderte der Geizhals; „ist ein andrer nicht um so viel reicher? Ein andrer um so viel reicher! Ich möchte rasend werden.“

Quelle: Gottfried Ephraim Lessing

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Lebensweisheiten - Nr. 16 bis Nr. 20

Lebensweisheiten als Kurzgeschichten zum Nachdenken

Titel Kurzgeschichte

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Quelle: Unbekannter Verfasser

Titel Kurzgeschichte

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Titel Kurzgeschichte

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Titel Kurzgeschichte

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Titel Kurzgeschichte

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